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Sevilla

Sevilla ist die Hauptstadt Andalusiens und gleichzeitig auch viertgrößte Stadt Spaniens mit 700000 Einwohner. Die Stadt am  “Guadalquivir”, der die Stadt von Norden bis Süden durchfließt, ist Sitz der Regierung und des Parlaments der “Communidad Autonoma de Sevilla”. Die Metropole Sevilla wird nicht umsonst als “Juwel” bezeichnet, ist sie doch wahrlich eine prächtige Schönheit die man gesehen haben muss.

Die Kathedrale “Santa Maria de la Sede” zählt nach dem Vatikan als größte Kirche der Welt. Erbaut an der Stelle einer maurischen Moschee  zwischen 1402 und 1506 ist sie mit ihrer Fülle von Kunstschätzen eine reiche und bemerkenswerte Kirche.

Imposant ist die am Orangenhof (Patio de los Naranjos) gelegene “Puerta de Perdon”, diese war der Haupteingang der ursprünglichen Moschee, dort sind noch bronzene Torplatten von dem Mauren zu sehen.

Die Tore “Puerta del Bautisimo” (Portal der Taufe) und “Puerta de Nacimiento” (Portal der Geburt) besitzen schöne Figuren von “Lorenzo Mercadente” und “Pedro Millan”.   Der Orangenhof selbst war einst der Innenhof der Moschee. In der Mitte des Hofes befindet sich ein westgotischer Brunnen, welcher Rest der islamischen “Midha” ist. Im Ostflügel der Kathedrale ist die “Biblioteca Colombina”, erbaut im 13. Jahrhundert., in der sich kostbare Handschriften, z. B. von Kolumbus, befinden. In den Seitenkapellen gibt es zahlreiche Grabmäler und Altargemälde, wie z. B. das “Schutzengelbild” oder “Die Taufe Christi”, beide vom Künstler “Morillo”.

In der “Capilla de Mayor” befindet sich das größte Altarbild der Welt, gigantische 23 Meter hoch und 20 Meter breit, an dem mehrere Künstler von 1482 bis 1564 arbeiteten.

Hinter der “Capilla de Mayor” können Sie die “Capilla Real” finden, die als Renaissancebau anstelle der königlichen Grabkapelle erbaut wurde. Hier ist auch Ferdinand III., seine Frau Beatrix von Schwaben und deren Sohn Alfons X. bestattet. Ein Bild der “Virgen de los Reyes” ist über dem Altar zu sehen, sie ist die Schutzpatronin der Stadt.

Die “Sacristia Mayor” ist ein im 16. Jahrhundert erbauter Prachtraum, er enthält den Kirchenschatz sowie die Schlüssel von Sevilla (1248). In der “Sacristia de los Calices” sind Gemälde der Künstler “Goya”, “Morales” und “Morillo” zu finden. Wenn Sie diesen Raum verlassen stehen Sie vor dem Grabmal des “Christoph Columbus”, das nach dem Verlust der damaligen Kolonie Kuba im Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 von Kuba nach Sevilla überführt wurde. Santo Domingo, Hauptstadt der Dominikanischen Republik reklamiert auch ein solches Grab. Das heisst, man weiss nicht genau in welchem der Gräber sich Kolumbus nun wirklich befindet.

Die “Calle de las Sierpas” (Schlangenstraße) im historischen Stadtzenrum “La Campa?a”, gilt als Hauptgeschäftsstraße Sevillas, wo Sie Läden, Souvenirshops, Cafés und Restaurants finden.

Im Sommer sind Segel über die Straße gespannt, damit die unerträgliche Hitze etwas abgeschirmt wird. Nördlich der “Calle de las Sierpas” kommt man zur “Alameda de Hercules”, eine Promenadenanlage in der Granitssäulen mit Bildnissen von “Hercules” und “Julius Cäsar” zu finden sind.

Östlich von “San Salvador”  steht das “Casa de Pilatos” aus dem 16. Jahrhundert im Mudejarstil als Nachahmung des Hauses des “Pilatus” in Jerusalem. 24 römische Büsten verschiedener Kaiser sowie zahlreiche antike Skulpturen lassen sich im “Patio” (Innenhof) des Hauses bewundern. Im Inneren des Hauses befindet sich auch das Museum für griechisch-römische Skulpturen.

An der “Calle de San Fernando” steht der im Jahre 1757 erbaute Barockbau, in dem einst die Tabakfabrik (Fabricia de Tabacos) war, in der “Carmen” schufften musste. Im “Museo de Arquelogico” befinden sich römische Altertümer, eine Dianastatue, Goldschmuck und Funde aus Italien. Im “Museo Bellas Artes”, einst eine Klosterkirche, sind zahlreiche wunderschöne Gemälde von “Francisco de Zurbaran”, “Murillo”, “El Greco” und vielen anderen großen Künstlern zu bewundern.Einst von “Maria Luisa Fernanda de Bourbon” gestiftet wurde der “Parque de Maria Luisa”. Hierauf befinden sich der “Plaza Espana”, worauf halbkreisförmig der beeindruckende “Palacio Central” steht, und der “Plaza de America” auf dem der “Pabellon Real” erbaut worden ist. In ihm befindet sich auch das “Museo de Artes y Costumbres Populares Palacio del Renaiciemiento”.

Nördlich der Kathedrale von Sevilla ist der “Plaza San Francisco”, auf diesem Platz wurden einst Hinrichtungen durchgeführt und es fanden auch zahlreiche Stierkämpfe statt. Das zwischen 1527 und 1564 erbaute Rathaus ist ebenfalls auf dem “Plaza” zu finden. Am Rande der Altstadt zwischen der “Puerta de Córdoba” und der “Puerta Macarena” ist noch ein Stück der guterhaltenen, alten Stadtmauer zu sehen. Wenn Sie an der Uferpromenade des “Guadalquivir” entlang schlendern, können Sie den sechseckigen Turm “Torre del Oro” erkennen. Er versperrte einst den Fluß. Heute ist die leider nicht mehr möglich da der Turm auf der Gegenüberliegenden Seite nicht mehr vorhanden ist.

Jenseits der “Plaza del Triunfo”, im Südosten der Kathedrale, befindet sich das von “Pedro dem Grausamen” durch maurische Baumeister errichtete “Alcazar”. Dies war einst das Schloss der maurischen, später der christlichen Könige. beim betreten des Schlosses empfängt Sie zuerst der “Patio de León”, ein mit Orangen bepflanzter Hof, weiter geht es dann zum Hof der Leibeigenen, dem “Patio de la Montería”.

Der eigentliche Palast von “Pedro dem Grausamen” befindet sich an der Südseite des Patio. Gehen Sie den engen Weg entlang und Sie kommen zum Mädchenhof (Patio de las Doucellas), der auf 52 Säulen getragen wird. Wenn Sie im mittleren Trakt des Hofes stehen., sehen Sie links den “Salon de Carlos V.” sowie rechts das “Dormitiorio de los Reyes Moros”, das Schlafgemach der maurischen Könige.Etwas weiter vom ehemaligen Schlafgemach kommen Sie in den Gesandtensaal (Salon de Embajadores). Dieser imposante Raum ist mit arabischen Schriftzeichen und Schmuckfliesen bestückt und besitzt eine beeindruckende Stalaktitenkuppel aus Zedernholz von 1420. Sehenswert ist auch der Puppenhof (Patio de las Mu?ecas), welcher der Innenhof der Privatgemächer war. Links und rechts davon befindet sich das Schlafzimmer der Königin (Dormitorio de Isabel la Catolica). Unter dem von “Karl V.” angelegten Gärten befinden sich unterirdische Badeanlagen.

Sevilla ist eine Hochburg für Sehenswürdigkeiten. Ein Besuch ist nahezu ein Muss und allemal lohnenswert denn, nicht umsonst wird Sevilla als Juwel bezeichnet…

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