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Granada

Granada, übersetzt “Granatapfel”,  ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz mit etwa 275000 Einwohner. Die Stadt liegt in einer beeindruckenden Lage am Fuße der “Sierra Nevada” zwischen 2 Bergvorsprüngen, und war einst maurische Königsresidenz.
Der maurische Dichter “Ibn Zamrak” beschrieb im 14. Jahrhundert diese einzigartige Stadt wie folgt:

“So komm und schau: Sie ist eine Dame, eines Berges Gürtels gleich umspannt ein Fluß ihres     Leibes schimmern, blumenhaft an ihrem Halse die Juwelen flimmern”

Das wohl imposanteste  Monument von Granada ist die “Alhambra” die gigantisch auf einem Berg über die Stadt wacht. Sie ist mehr als nur ein Palast; neben diesem befindet sich dort auch der Palast “Carlos V..”, die “Alcazaba” sowie der Gartenpalast “Generalife”. Die Außenmasse der Alhambra sind gigantisch: Ganze 740 Meter Länge und 220 Meter in der breite misst der Prachtbau.

Auf dem Weg zur Alhambra kommen Sie zunächst an der “Puerta de las Granadas” vorbei, dies ist der Haupteingang zum Alhambrapark (Alameda) der 1536 anstelle eines maurischen Tores erbaut worden ist. In einer Schlucht zwischen der Alhambrahöhe und dem “Monte Mauror” an den Abhängen zieht sich der Eingang hinauf. Rechts oben erblickt man die “Torres Bermejas” aus dem 13. Jahrhundert.

Dies ist das älteste Festungswerk Granadas. Links oben zu sehen ist die “Puerta de la Justicia”, 1348 unter “Jüsuf I.” erbaut, welches einst das Eingangstor der Alhambra darstellte.

Der “Palacio Nazarieas” (Palast der Nasriden) war ursprünglich der Wohnsitz der maurischen Nasriden. Der wurde unter der Regierung von “Jüsuf I. (Regierungszeit 1333 – 1354) begonnen und von “Mohammed V” (Regierungszeit 1354 – 1391) größtenteils vollendet. Turmreiche Mauern umschließen die Burg. Wegen des Baumaterials “Medinat al-hambra” wurde der Palast von den Arabern auch “rote Stadt” genannt. Von außen gilt die Palastanlage als eher unscheinbar, jedoch stellen die reichen Dekorationen im Inneren einen absoluten Höhepunkt maurischer Kunst dar. Die Raumaufteilung ist typisch für den islamischen Palastbau, sie gliedert sich in drei Abschnitte.
Mexuar” bestimmt den eigentlichen Königspalast (Diwan oder El Serallo), welcher für öffentliche Besprechungen und Veranstaltungen genutzt wurde. In den Frauengemächern “Harim” und “Harem” spielte sich das private Leben der Monarchen ab. Alle Räume münden in den Hof, der im “Diwan” mit einem Wasserbecken (Mytenhof) und im “Harim” mit einem schönen Springbrunnen (Löwenbrunnen) versehen ist. “Salón de Mexuar”  ist der ehemalige Audienz- und Gerichtssaal der allerdings nach der christlichen Rückeroberung als Kapelle genutzt worden ist.

Direkt an den “Mexuar” schließt der “Patio de Mexuar” an, von dem aus Sie in den “Patio de los Arrayanes” gelangen. Am Nordende des Hofes erhebt sich sich hinter der “Sala de la Barca” (Segenshalle) die “Torre de Comares”. In ihr befindet sich der “Salon de Embajadores” (Gesandtensaal), in dem die Herrscher ausländische Gesandte und Boten empfingen.

Dieser Raum gilt mit seiner Kuppel aus edlem Lerchenholz und seiner Ornametik aus über 150 verschiedenen Mustern als einer der schönsten Räume der Alhambra.

Vom Myrtenhof gelangen Sie in den Löwenhof (Patio de los Leones). Imposant ragt hier der auf 12 marmornen Löwen getragene und von über 124 Säulen umgebene Löwenbrunnen.
Über die Nordseite des Löwenhofes betritt man den “Saal der zwei Schwestern” (Sala de las dos Hermanas), welcher einst als Wohnung für die Frauen der Alhambra galt. Der Raum ist reich bestückt mit Stuck und Kachelschmuck.

Der einzigartige Gartenpalast “Generalife” ist umgeben von umfangreichen Wasserspielen und galt wohl als Sommerpalast der maurischen Könige. Als Haupthof des Palastes galt der “Patio de Acequias”, der mit zahlreichen Wasserspielen und Fontänen versehen ist.
Einen Ausflug in den  Gartenpalast ist alle Mal wert, denn wenn die Sonne heiß auf den Rücken brennt, kann man in der Anlage ein schönes Plätzchen im Schatten finden. Jährlich finden in dem Palast zahlreiche Musik- und Tanzfestspiele statt.

Die “Alcazaba” diente als Festung und zum Schutze der Palastbewohner der Alhambra vor feindlichen Angriffen. Zahlreiche Wehrtürme wie der “Torre Adarguero” und der “Torre del Homenaje” erstrecken sich auf der Festung. Einen fantastischen Blick über ganz Granada haben Sie von dem “Torre de La Vela” aus.
Das “Museo de Provincial de Bellas Artes” befindet sich im obersten Stockwerk des Alhambra Palastes. Zahlreiche Skulpturen, Figuren und Gemälde verschiedener Künstler sind hier ausgestellt.

In dem Palast von “Carlos V.” wurde im Erdgeschoß das “Museo de Arte Hispano Musulman” eingerichtet. Dort sind viele Einrichtungsgegenstände der Alhambra zu bewundern.

Auch Granada selbst bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Zentral gelegen ist die “Plaza Bib-Pambla” von der aus man direkt zum Stadtviertel “Albaycín” gelangen kann.

Das Stadtviertel besteht aus einem Gassenkomplex, in dem bereits früher der arabische Markt stattfand. “Albaycín” ist bekannt für die vielen verwirrenden Gassen, in denen man sich leicht verlaufen kann, und den zahlreichen arabischen und christlichen Baudenkmälern, die man unbedingt sehen sollte.

Auf dem “Plaza de San Nicolas” befindet sich die gleichnamige Kirche “San Nicolas”. Von dem Platz aus kann man einen hervorragenden Blick auf die Alhambra und die Sierra Nevada genießen. Die Kirche “San Cristobal” wurde aus den Resten einer ehemaligen Moschee erbaut und wenn man sich schon in Albaycín befindet, sollte man auch bei dieser sehenswerten Kirche vorbeischauen.

Das Zigeunerviertel “Sacromonte” liegt oberhalb von “Albaycín”. Wenn Sie den Straßen entlang zum Berg hinauf wandern, gelangen Sie zur Abtei von “Sacromonte”. Dort lassen sich zahlreiche Kunstwerke und Gemälde bewundern. Auf dem Grundstück des ehemaligen Palastes der zirischen Könige befindet sich heute ein wunderschönes Bauwerk, das Kloster ” Santa Isabel la Real”.

Schauplatz für Flamenco, Veranstaltungen und mit Keramik und Kupfer ausgestatte Lokale waren einst die Höhlen des Klosterberges Sacromonte, in den Höhlen lebten Jahrhunderte lang Zigeuner.

Eine bedeutenswerte Barockkirche Granadas ist die “Iglesia San Juan de Dios”, deren Fassade mit zahlreichen Flachreliefs und Zierkacheln verziert ist. Die “Iglesia del Sagrario” wurde auf den Grundmauern einer ehemaligen Moschee errichtet und befindet sich nicht weit von der “Iglesia San Juan de Dios” entfernt. Als Renaissance Kirche gilt die “Iglesia de los Santos Justo y Pasto”

Der Bau der Kathedrale von Granada wurde auf Wunsch der Königin “Isabel” im Jahre 1523 begonnen und erst im Jahre 1703 vollendet. Die königliche Kapelle der Kathedrale ist in schmiedeeiserne Gitter eingefasst, in der sich die Ruhestätte der katholischen Könige befindet.

Die Sakristei mit ihren Malereien flämischer Künstler ist sehr interessant. In der Fassade der Kathedrale sind mehrere Portale eingelassen, wie z.B  die “Puerta del Colegio”, die “Puerta del Perdon” und “San Jeronimo”. Unvollendet blieb leider der Bau des Glockenturms, woraus ursprünglich zwei die ohnehin schon wunderbare Kathedrale hätten schmücken sollen.

Das Kartäuserkloster “La Cartuja” wurde von “Fernando Gonzales” im Jahre 1516 erbaut. Die Sakristei, die Kirche und der Kreuzgang sind besonders gut erhalten. Der Saal “Salón de San Pedro y San Pablo” ist ein Raum mit wunderbaren Malereien. Die “Capilla de Legos” stellt die Spätgotik Granadas dar. Am schönsten ist jedoch der Hochaltar des Klosters, der mit vergoldeten Schnitzerein auf rotem Marmor gearbeitet ist.

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